Interview mit Trainer Mario Pscheidt: “Habe heuer qualitativ besseren Kader!”

Der Trainer der letzten Saison macht weiter und startet samt seinem Team mit Zuversicht in die neue Saison.

PAC inside: Mario, froh diese Saison wieder auf der Trainerbank des P.A.C. zu sitzen?

Pscheidt: Ja auf alle Fälle, es warten wieder viele Herausforderungen auf uns.

PAC inside: Die da wären… ?

Pscheidt: Naja, wir haben uns letztes Jahr in Summe nicht schlecht geschlagen, waren aber auf machen Positionen nicht stark genug besetzt. Heuer haben wir durch einige Neuzugänge einen qualitativ hochwertigeren Kader. Jetzt müssen wir einige neue Konzepte ausarbeiten.

PAC inside: Gibt es jemanden der besonders herausragt?

Pscheidt: Nein, es wäre auch falsch jetzt jemanden vor der Vorbereitung in die Höhe zu preisen, ich freue mich generell über die Neuzugänge. Außerdem ist Fußball ein Mannschaftssport, somit hängt auch viel damit zusammen wie schnell sich jemand ins Team integrieren kann. Sicher nicht umgekehrt …

PAC inside: Was spricht diese Saison für den P.A.C.? Und wie stehen die Chancen in der 1. Klasse,  in welcher man ja überraschenderweise antreten darf?

Pscheidt: Über den Klassensprung sind wir natürlich alle froh. Man muss aber die Kirche im Dorf lassen, eigentlich haben wir den Aufstieg sportlich ja ganz klar verfehlt…
Wir werden uns auf die sicherlich schwerere Aufgabe akribisch vorbereiten.
Für uns spricht eine professionelle Vorbereitung, ein größerer und vor allem erfahrenerer Kader als auch das absolut einmalige Klima in der Mannschaft!

PAC inside: Was bereitet dir am meisten Kopfzerbrechen?

Pscheidt: In sportlicher Hinsicht eher weniger Aspekte als in mentaler. Ich bin mir bewusst, dass es schwer sein wird über 20 gute Spieler ständig bei Laune zu halten. Es lassen sich als sportlicher Leiter leider nie alle gesetzten Ziele gemeinsam umsetzen. Einerseits brauchst du den Erfolg, willst aber gleichzeitig junge und vor allem talentierte Spieler aufbauen und Reservisten die Möglichkeit geben sich zu beweisen. Es gilt die richtige Mischung zu finden, das wird sehr schwer und bedarf sehr viel Arbeit. Heuer wird sich wohl zeigen wer nicht nur gut Fußball spielen kann, sondern auch wer Charakter besitzt!

PAC inside: Aber gab es in der vergangenen Saison nicht auch einige unnötige Schwächephasen des Teams?

Pscheidt: Das ist natürlich richtig. Aber diesen Preis der Unerfahrenheit zahlst du meistens in deiner ersten Saison. Aber auch da gibt es Ausnahmen wie zum Beispiel den USK Vienna Vibes. Selbe Ausgangssituation wie bei uns und den Aufstieg sogar sportlich aus eigener Kraft geschafft. Diese Jungs haben meinen vollen Respekt…
Wir müssen lernen auch mit Rückständen umzugehen, da haben wir noch teilweise eine zu künstlerische Einstellung als wäre man nach jedem Gegentor zu tiefst beleidigt und wirft empört das Handtuch hin. Da stimmt die Einstellung noch nicht so ganz. Aber die Mannschaft wächst ständig und wird reifer.

PAC inside: Wo siehst du den P.A.C. am Ende der Saison?

Pscheidt: Also für so ein Statement ist es definitiv noch viel zu früh. In so einer Situation kann alles passieren. Mein Ansporn ist, dass man als Trainer ja meist für schlechte Leistungen verantwortlich ist. So eine Situation will ich natürlich definitiv verhindern.
Primärziel ist allerdings der Klassenerhalt.

PAC inside: Wird sich das Training aufgrund der neu erhaltenen Spieler ändern, sprich anspruchsvoller werden?

Pscheidt: Darum geht es im Fußball nicht. Ich richte mich nach der Mannschaft und nicht nach ungewöhnlich guten oder schlechten Spielern. Das Kollektiv wird gefördert, da muss man sich halt anpassen. Wem es zu leicht oder zu schwer ist muss Einzelsportarten betreiben, da ist dieses Problem nicht vorhanden.

PAC inside: Wie wird dann die Startelf bestimmt?

Pscheidt: Da wir nicht im Profigeschäft sind, wird logischerweise anders entschieden als bei Real Madrid. Primär werden die Spieler gefördert, die auch wirklich beim Training anwesend sind. Da ist zwar jeder Trainer verschieden, spielt aber bei mir eine große Rolle. Dann zählt natürlich die Leistung und vor allem das taktische Verständnis.
Ich brauche keine Kandidaten welche zwar 50 mal den selben Hydranten umspielen können, glauben sie sind Ronaldo, daher nie zum Training kommen und dann auch noch einen Spielanspruch stellen. Absolut wertlos…

PAC inside: Gibt es taktische Veränderungen?

Pscheidt: Wird es definitiv geben. Das Team hat gelernt mir einer Viererkette zu spielen, das war sehr wichtig. Doch als bekennender Juventus und Italien Fan habe ich mich eingängig mit der 3-5-2 Taktik beschäftigt, welche in Bella Italia sehr gut funktioniert. Auch in den unteren Ligen. Der Vorteil ist die Flexibilität und das schnelle Umschalten von Defensive auf Offensive, genau da lagen bis jetzt viele unserer Schwächen.

PAC inside: Gibt es für dich einen Star in der Mannschaft?

Pscheidt: Ja, die Mannschaft selbst. Am Anfang meiner aktiven Zeit war ich auch der Meinung ich muss immer der Star des Teams sein, besser als andere, im Mittelpunkt, der Spielmacher und so weiter. Dieses Denken muss man in der heutigen Zeit verwerfen. Es gibt schon lange keinen „echten“ Spielmacher mehr. Am erneuten Europameister Spanien sieht man es deutlich, die haben so viele geniale Spieler, da kann es gar keinen Star geben. Außerdem zeugt so eine Einstellung von sehr wenig Reife. Leider wird diese „Star-Sache“ von den Medien viel zu viel gepusht …

PAC inside: Vielen Dank für das Gespräch und vor allem Viel Erfolg in der Meisterschaft!

Pscheidt: Ich danke für die Einladung.

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4 Antworten auf Interview mit Trainer Mario Pscheidt: “Habe heuer qualitativ besseren Kader!”

  1. IgoRoadrunner sagt:

    Es lebe der PAC

    3mal hoch ! :D

  2. Jan sagt:

    ha! die zwei feschesten spieler sind auch gleich mit am foto :P

  3. IgoRoadrunner sagt:

    Aber Jan ich bin da ja gar ned oben ?

  4. Jan sagt:

    joa deswegen sag ichs ja^^

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